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Man verlangt um so mehr nach einer Person, wenn sie dicht daran ist, sich uns hinzugeben; die Hoffnung nimmt den Besitz vorweg.
Marcel Proust

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Im Austausch gegen das, was unsere Einbildungskraft uns vergebens erwarten lässt und was wir umsonst so vergeblich zu entdecken bestrebt sind, schenkt das Leben uns etwas, was weit über unser Vorstellungsvermögen hinausgeht.
Marcel Proust

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Um verzweifelt zu sein, muss man am Leben, auch wenn es nur noch unglücklich sein kann, gleichwohl und trotz allem hängen.
Marcel Proust

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Die Veränderungen der Atmosphäre rufen andere im Innern des Menschen hervor und wecken vergessene Formen des Ich, sie arbeiten der Befriedigung durch die Gewohnheit entgegen, geben gewissen Erinnerungen und gewissen Leiden ihre ganze Stärke zurück.
Marcel Proust

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Denn wenn die Erfüllung, das Glück, geringfügig nur auf Grund von Sicherheit erscheinen, so haben sie doch in sich etwas Unbeständiges, aus dem nur Kummer entstehen kann.
Marcel Proust

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Um soviel schwerer wiegt Eifersucht, die in der Liebe dem Verlust jeglichen Glücks gleichkommt, als der Verlust äußeren Ansehens!
Marcel Proust

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Eine der Ursachen aber für die unaufhörlichen Enttäuschungen in der Liebe liegt vielleicht in diesen ständigen Abweichungen, die bewirken, dass, während wir auf das ideale Wesen warten, das wir lieben, jede Begegnung uns eine Person aus Fleisch und Blut entgegenführt, die bereits sehr wenig von unserem Traum enthält.
Marcel Proust

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Je weiter das Verlangen fortschreitet, desto weiter entfernt sich der wirkliche Besitz, und wenn das Glück – oder wenigstens Leidlosigkeit – gefunden werden kann, muss man nicht die Befriedigung, sondern die progressive Minderung und das endliche Erlöschen des Verlangens suchen.
Marcel Proust

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Wenn man sich am Rande des Abgrundes sieht und meint, Gott habe einen verlassen, zögert man nicht mehr, von ihm Wunder zu erwarten.
Marcel Proust

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Das Leben selbst führt uns nach und nach, von Fall zu Fall, zu der Wahrnehmung, dass alles das, was uns für unser Herz oder für unseren Geist das Allerwichtigste ist, uns nicht durch vernunftmäßige Überlegung zuteil wird, sondern durch andere Mächte.
Marcel Proust

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