Lieblingszitate

Nenne mir deine Lieblingszitate und ich sage dir, wer du bist! Ganz so einfach ist es leider nicht, doch:

Lieblingszitate bieten die Möglichkeit, einige wenige Gedanken auszuwählen, die uns täglich Orientierung geben. Zitate und Sprüche, die unseren Verstand schärfen, unser Herz erwärmen oder unsere Seelen tanzen lassen, sind Geschenke von einem kaum zu überschätzenden Wert.

Weitere Informationen über den Nutzen eines kleinen persönlichen Zitatenschatzes für die alltägliche Kommunikation finden Sie nach der folgenden Liste mit den zwanzig Lieblingszitaten, die von Ihnen besonders häufig und gut bewertet wurden:

Die zwanzig beliebtesten Zitate und Sprüche

1.

Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt. Wir fällen sie und verwandeln sie in Papier, um unsere Leere darauf auszudrücken.
Khalil Gibran
P 4,40 – (4) – A 383 (1) – Gesamtpunktzahl 5

2.

Denn an sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu.
William Shakespeare
P 4,41 (3) – A 242 (6) – Gesamtpunktzahl 9

3.

Seit jeher war es so, dass die Liebe erst in der Stunde der Trennung ihre eigene Tiefe erkennt.
Khalil Gibran
P 4,36 (6) – A 291 (4) – Gesamtpunktzahl 10

4.

Glaube nicht, du kannst den Lauf der Liebe lenken, denn die Liebe, wenn sie dich für würdig hält, lenkt deinen Lauf.
Khalil Gibran
P 4,35 – (8) – A 370 (2) – Gesamtpunktzahl 10

5.

Die größten Ereignisse – das sind nicht unsre lautesten, sondern unsre stillsten Stunden.
Friedrich Nietzsche
P 4,36 (6) – A 257 (5) – Gesamtpunktzahl 11

6.

Was du nicht hast, dem jagst du ewig nach,
Vergessend, was du hast.

William Shakespeare
P 4,39 (4) – A 180 (9) – Gesamtpunktzahl 13

7.

Bei jedem Atemzug stehen wir vor der Wahl, das Leben zu umarmen oder auf das Glück zu warten.
Andreas Tenzer
P 4,32 (11) – A 369 (3) – Gesamtpunktzahl 14

8.

Geduld ist das Vertrauen, dass alles kommt, wenn die Zeit dafür reif ist.
Andreas Tenzer
P 4,40 (6) – A 191 – (8) – Gesamtpunktzahl 14

9.

Die Erwachsenen begehen eine barbarische Sünde, indem sie das Schöpfertum des Kindes durch den Raub seiner Welt zerstören, unter herangebrachtem, totem Wissensstoff ersticken und auf bestimmte, ihm fremde Ziele abrichten.
Robert Musil
P 4,43 (2) – A 168 (13) – Gesamtpunktzahl 15

10.

Wer sich selber hasst, den haben wir zu fürchten, denn wir werden die Opfer seines Grolls und seiner Rache sein. Sehen wir also zu, wie wir ihn zur Liebe zu sich selbst verführen!
Friedrich Nietzsche
P 4,36 (8) – A 228 (7) – Gesamtpunktzahl 15

11.

Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Antoine de Saint-Exupéry
P 4,53 (1) – A 158 (16) – Gesamtpunktzahl 17

12.

Es gibt Leiden, von denen man die Menschen nicht heilen sollte, weil sie der einzige Schutz gegen weit ernstere sind.
Marcel Proust
P 4,31 (11) – A 224 (8) – Gesamtpunktzahl 19

13.

Große Zukunftspläne sind eine Fata Morgana in der Wüste des Augenblicks.
Andreas Tenzer
P 4,32 (9) – A 158 (15) – Gesamtpunktzahl 24

14.

Die Sonne lehrt alle Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht. Doch es ist die Nacht, die uns alle zu den Sternen erhebt.
Khalil Gibran
P 4,29 (13) – A 175 (11) – Gesamtpunktzahl 24

15.

Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe.
Johann Wolfgang von Goethe
P 4,27 (12) – A 171 (12) – Gesamtpunktzahl 24

16.

Das große Glück ist die Summe kleiner Freuden.
Andreas Tenzer
P 4,19 (16) – A 208 (8) – Gesamtpunktzahl 24

17.

Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr,
Sind ihre Wege auch schwer und steil.
Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin,
Auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.

Khalil Gibran
P 4,29 (13) – A 172 (12) – Gesamtpunktzahl 25

18.

Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.
Und wenn ihr nicht mit Liebe, sondern nur mit Unlust arbeiten könnt, dann ist es besser, eure Arbeit zu verlassen und euch ans Tor des Tempels zu setzen, um Almosen zu erbitten von denen, die mit Freude arbeiten.

Khalil Gibran
P 4,16 (17) – A 183 (10) – Gesamtpunktzahl 27

19.

Enttäuschung ist das Ergebnis falscher Erwartungen.
Andreas Tenzer
P 4,30 (12) – A 150 (18) – Gesamtpunktzahl 30

20.

Nie ist das, was man tut, entscheidend, sondern immer erst das, was man danach tut!
Robert Musil
P 4,00 (18) – A 156 (17) – Gesamtpunktzahl 35
P=durchschnittliche Bewertung – A=Anzahl der Bewertungen – In Klammern die Position im Verhältnis zu anderen Zitaten

Wie Lieblingszitate unser Leben bereichern können

Unsere Lieblingszitate verraten etwas über die Art, wie wir denken und fühlen. Kommunizieren wir sie mit anderen, dann kann das den Ausschlag dafür geben, ob wir einen Menschen mögen oder nicht.

Stellen Sie sich vor, zwei Personen, die persönlich oder beruflich eng verbunden sind oder es sein wollen, schreiben jeweils drei bis zehn ihrer Lieblingszitate auf und tauschen sich darüber aus. Aus einem solchen Gespräch kann nach meinen Erfahrungen mehr Klarheit über die Beziehung der beiden hervorgehen als aus unzähligen Diskussionen, die sich im Kreise drehen, weil die Orientierung fehlt.

Zu meinen persönlichen Lieblingszitaten zählen seit vielen Jahren Sprüche, die sich mit dem Gegensatz von Ego und Liebe beschäftigen. In dieser Sammlung gibt es eine dreistellige Zahl von Zitaten, die sich direkt oder indirekt auf das Thema beziehen. Zwei davon haben es geschafft, sich so in meinem Bewusstsein zu verankern, dass sie gelegentliche Warnrufe ausgesendet haben, wenn ich im Begriff war, in die Ego-Falle zu tappen:

„Es gibt keinen größeren Fehler als haben wollen.“
Laotse
und
„Die begrenzte Liebe sucht den Besitz des Anderen, doch die grenzenlose Liebe verlangt nichts anderes als zu lieben.“
Khalil Gibran

Als die Warnrufe mich wieder einmal nicht davon abhalten konnten, in die Falle zu tappen, kam mir dabei spontan der Gedanke: „Ich will besitzen und werde besessen.“ In diesem Augenblick spürte ich ein Stoppsignal, dass stärker war, als alle bisherigen Versuche, die Ego-Falle zu meiden.

Zwar habe ich in diesem Punkt nach wie vor keine Quote von einhundert Prozent erreicht, doch wenn es um bedeutende Fragen geht, die etwas mit dem Besitzen zu tun haben, taucht jetzt unwillkürlich diese Frage auf: Nutzt oder schadet es mir, den anderen und der Welt, wenn es mir gelingt, das Objekt der Begierde zu besitzen? In den allermeisten Fällen führt diese Fragestellung dazu, dass ich mit einem guten Gefühl auf den Besitz verzichten kann.

Aus meinem spontanen Gedanken ist später der Aphorismus entstanden: „Man will besitzen und wird besessen.“ Wie ein Leser aus Wien, der zu diesem Spruch eine Interpretation geschrieben hat, treffend bemerkt, ist das Besitzen-Wollen und die daraus resultierende Besessenheit seit jeher weit verbreitet. Heute sind die Folgen so extrem, dass sie Mensch und Natur in Lebensgefahr bringen.

Falls Sie mit dem Gedanken spielen, einige Lieblingszitate dazu zu verwenden, Ihrem Leben neue Impulse in die gewünschte Richtung zu geben, empfehle ich Ihnen, zunächst mit einem Spruch zu beginnen, am besten mit einem sehr kurzen. Und wenn Sie schließlich die Erfahrung machen, dass Sie auf diese einfache Weise Dinge in Bewegung bringen können, an denen Sie sich bis dahin die Zähne ausgebissen haben, werden Sie es auch mit anderen versuchen wollen.

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