Außerhalb des Nirwana im Leben – eine seltene Leistung, ein fast unerreichbarer Extremzustand – ist die Abschaffung der Begierde eine Chimäre; man schafft die Begierde nicht ab, man lässt sie in der Schwebe, und sonderbarerweise wird dieser Schwebezustand begleitet von einem Gefühl der Macht, einer neuen, nicht gekannten Gewissheit.
Emile Michel Cioran
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Solange man begehrt, lebt man in der Unterwerfung, ist man der Welt ausgeliefert; sobald man zu begehren aufhört, genießt man die Vorrechte eines Gegenstandes und eines Gottes … man hängt von niemandem mehr ab.
Emile Michel Cioran
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Je mehr man sich dem Nichtigen öffnet, je mehr man sich von ihm durchdringen lässt, desto mehr entzieht man sich der Schicksalhaftigkeit, man selber zu sein, Mensch zu sein, Lebender zu sein.
Emile Michel Cioran
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„Das Auge der Erkenntnis“, ein Analphabet kann es besitzen und sich damit über jeden Wissenschaftler erheben.
Emile Michel Cioran
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Das Erwachen hängt nicht von den intellektuellen Fähigkeiten ab: man kann genial sein und im Spirituellen ein Simpel.
Emile Michel Cioran
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Es ist kaum glaublich, bis zu welchem Punkt die Angst am Fleisch hängt; sie klebt daran, ist von ihm untrennbar und fast ununterscheidbar.
Emile Michel Cioran
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Sich befreien heißt, sich über die Irrealität freuen und sie in jedem Augenblick suchen.
Emile Michel Cioran
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Jedes planmäßige Streben auch nach dem Nirwana selber ist eine Fessel, wenn man nicht bereit ist, davon abzusehen.
Emile Michel Cioran
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Nur im Schatten verbrauchter Gottheiten kann man frei atmen.
Emile Michel Cioran
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Die Hölle, das ist die Unvorstellbarkeit des Gebets.
Emile Michel Cioran
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