William Shakespeare

Zitate von William Shakespeare (68)

William Shakespeare: * 23.4.1564 im englischen Stratford-on-Avon – † 23.4.1616 in Stratford-on-Avon

Viele sehen in Shakespeare den größten Dichter und Dramatiker aller Zeiten, obwohl seine biografischen Daten wie auch die Urheberschaft einiger ihm zugeschriebener Werke nicht eindeutig geklärt sind. Vor allem die Genialität seiner bildhaften Sprache und die psychologische Tiefe seiner Charaktere trugen dazu bei, dass seine Stücke in den Theatern weltweit am häufigsten aufgeführt wurden. Breit verstreut finden sich in seinen Werken zeitlose Aussagen von aphoristischem Charakter, die längst zu geflügelten Worten geworden sind.

William Shakespeare heiratete bereits im Alter von 18 Jahren die Gutstochter Anne Hathaway, mit der er drei Kinder hatte. Um 1587 ging er nach London, wo er zunächst als Dramatiker, Regisseur und Schauspieler bei einer Theatergruppe arbeitete und später Mitinhaber des berühmten „Globe-Theatre“ wurde. Um die Jahrhundertwende waren seine Stücke beim Londoner Theaterpublikum und in den höchsten gesellschaftlichen Kreisen bereits so gefragt, dass er sich vom Erlös seiner Arbeit ein Herrenhaus in seiner Geburtsstadt leisten konnte.

Ein Grundzug der shakespeareschen Dramen ist die Verstrickung der Helden in eine unsichtbare, transzendente Macht, die jenseits alles Fassbaren die Fäden zieht. Durch die Bedeutung, die Shakespeare der Macht des Schicksals einräumte, beeinflusste er vor allem die Vertreter der Romantik.

Eklatant ist die Diskrepanz zwischen der Bedeutung, die Shakespeare weltweit als Dramatiker und Dichter seit Jahrhunderten beigemessen wird, und den wenigen historisch als gesichert geltenden Fakten, die uns heute vorliegen. Die kritischen Stimmen, die die Autorenschaft Shakespeares bezüglich einzelner Werke oder gar des Gesamtwerks in Zweifel ziehen, wollen nicht verklingen. Die Qualität der Texte, die wir mit dem Namen Shakespeare in Verbindung bringen, bleibt von diesen Diskussionen unberührt. Wer sich jedoch einen umfassenden Überblick über den Stand der Forschung zu dieser Frage verschaffen möchte, dem kann ich die Stellungnahme von Kurt Kreiler empfehlen: Shakespeare war nur ein Tarnname.

 

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