Albert Schweitzer

Zitate von Albert Schweitzer (35)

Albert Schweitzer: * 14.1.1875 im elsässischen Kaysersberg – † 4.9.1965 in Lambarene, Gabun

Albert Schweitzer wuchs auf dem Land in der Nähe von Colmar auf, wo sein Vater als Pfarrer tätig war. Nach dem Abitur studierte er Theologie und Philosophie an der Universität Straßburg und promovierte in beiden Fächern. Einer Habilitation zum Thema Neues Testament folgte 1902 die Professur für Theologie an der Universität Straßburg.

Schon als Kind hatte Schweitzer sich intensiv dem Orgelspiel hingegeben. Diese Leidenschaft begleitete ihn sein ganzes Leben, insbesondere die Orgelmusik Johann Sebastian Bachs, über den er einmal schrieb: «Festzuhalten ist, dass Bach, wie alles ganz Erhabene in der Religion, nicht der Kirche, sondern der religiösen Menschheit gehört, und dass jeder Raum Kirche wird, in welchem seine geistlichen Werke mit Sammlung und Andacht aufgeführt und angehört werden.» J.S. Bach, S. 230

Obwohl dem Autor eine vielversprechende Universitätslaufbahn offen stand, entschied er sich für ein weiteres Studium in Medizin, mit der Absicht, später als Missionsarzt in Afrika arbeiten zu können. Im Jahre 1913 baute er mit seiner Frau Helene in Lambarene (Gabun) ein Urwaldhospital auf, das noch heute existiert.

Neben der anstrengenden ärztlichen Tätigkeit kümmerte sich Schweitzer auch noch um den Ausbau des Krankenhauses. Nicht zuletzt um diesen zu finanzieren, gab er in vielen Ländern Konzerte und hielt Vorträge. Nachdem ihm Anfang der 50-er Jahre zunächst der Friedenspreis des deutschen Buchhandels und dann der Friedensnobelpreis verliehen worden war, wuchs weltweit das Interesse sowohl für sein literarisches Werk als auch für seine humanitäre Arbeit als Arzt und Friedensaktivist.

Obwohl das Leben und Wirken Jesu – mit dem er sich auch wissenschaftlich beschäftigt hatte – sein Welt- und Menschenbild am stärksten prägen sollte, war der Autor offen für alle Gedankensysteme, in denen Frieden und Freiheit, Wahrheit und Menschlichkeit Werte ersten Ranges sind. Neben den bedeutenden westlichen Literaten und Philosophen waren ihm auch die fernöstlichen Systeme wie Buddhismus, Hinduismus und Taoismus vertraut.

Ein Zeitgenosse, der ihm in seinen Grundüberzeugungen nahe stand und ihn sehr verehrte, sagte anlässlich seines 80. Geburtstags: «Kaum je habe ich einen anderen Menschen gefunden, in dem Güte und Sehnsucht nach Schönheit so ideal vereinigt sind wie bei Albert Schweitzer.» Albert Einstein

Zu den ideellen Übereinstimmungen der beiden Namensvetter zählt vor allem der Glaube, dass Glück und Ethik unzertrennlich sind. «Die Frage des Glücklichseins und die des Rechttuns sind nicht jede etwas für sich, sondern stehen in geheimnisvoller Verbindung miteinander.» Albert Schweitzer, Kulturphilosophie III, S. 26

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