Ramakrishna

Zitate von Ramakrishna (16)

Ramakrishna: * 1836 im indischen Kamarpukur – † 1886 in Cassipore, Indien

Der Brahmanensohn Ramakrishna war als Mystiker ein konsequenter Vertreter der philosophia perennis. Nachdem er sich mit den religiösen Gebräuchen des Hinduismus, Islam und des Christentums vertraut gemacht hatte, zog er den Schluss, dass weder bestimmte religiöse Inhalte noch Riten zu Gott führen, sondern allein die persönliche Verbindung zu einem wie auch immer benannten Gott, der für alle derselbe sei.

Wie einst Lessing zwischen Vernunft- und Offenbarungsglauben unterschied, hält auch Ramakrishna beide Wege zu Gott für gangbar, da dieser sowohl ein persönlicher sei (wie etwa Krishna oder Shiva) als auch das überpersönliche Absolute (zum Beispiel Brahman). Gott wohne im Herzen jedes Menschen und könne dort durch Bhakti (Weg der gefühlsbetonten Gottesliebe) erfahren werden. Ebenso sei er überall in der Welt zu finden und könne dort durch Jnana (der Weg der intellektuellen Unterscheidung zwischen Wahrem und Falschem) erkannt werden.

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