Robert Musil: Philosophen sind Gewalttäter, die keine Armee

Philosophen sind Gewalttäter, die keine Armee zur Verfügung haben und sich deshalb die Welt in der Weise unterwerfen, daß sie sie in ein System sperren.
Robert Musil

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Quelle: Der Mann ohne Eigenschaften, Roman/I. Erstes und zweites Buch, 16. Aufl. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2002, S. 253, ISBN: 3499134624

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Eine Interpretation zu “Philosophen sind Gewalttäter, die keine Armee

  1. Alfred aus Bern (CH) im Juli 2007

    In der Tat haben die Philosophen nach Sokrates die Idee einer Welt in ständigem Wandel (Heraklit) recht gewaltsam verdrängt, und die modernen Wissenschaftler haben viel von dem dann entstandenen und auch von Christen übernommenen idealisierenden Weltbild – ihren Idealismus-Glauben – übernommen und bis heute in die Form universalistischer Naturgesetze gesperrt.

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