Robert Musil: Nie ist das, was man tut,

Nie ist das, was man tut, entscheidend, sondern immer erst das, was man danach tut!
Robert Musil

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Quelle: Der Mann ohne Eigenschaften, Roman/I. Erstes und zweites Buch, 16. Aufl. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2002, S. 735, ISBN: 3499134624

Übersetzung (engl.): Never is decisive what you do, but only what you do after that!

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Eine Interpretation zu “Nie ist das, was man tut,

  1. Andreas Tenzer, Köln im Dezember 2006

    Ein Sohn verlässt seinen Vater, dann kehrt der verlorene Sohn zurück. Nicht der Weggang ist das Entscheidende, sondern die Wiederkehr.

    Ein Mensch liebt einen anderen, dann tritt er ihn mit Füßen. Nicht die Liebe ist entscheidend, sondern der Fußtritt.

    Würde jemand versuchen, eine Überschrift für die Bergpredigt zu finden, könnte er sie treffender formulieren, als Musil in jenem prägnanten Satz? Wer Musils Aussage verinnerlicht, den befreit sie mit einem Schlag von allem, was er bisher getan hat. Der Preis dieser Befreiung ist die volle Verantwortung für das, was man danach tut.

    Denkt man den Satz konsequent zu Ende, dann kommt unserer letzten Tat, unserem finalen Blick auf die Welt, die wir im Augenblick unseres Todes verlassen, eine entscheidende Bedeutung zu: Scheiden wir in Hass, Gleichgültigkeit, Liebe?

    Wer daran glaubt, dass es auch im Tod noch ein „Danach“ gibt, für den hat die Geschichte hier noch kein Ende. In aller Ewigkeit wird entscheidend bleiben, was wir danach tun, das heißt: JETZT!

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